Frühlingsgefühle

Mir war nach einem anderen Farbschema als nach meinen heiß geliebten Rot- und Grautönen. Also am Samstag bei Wolle Rödel herumgebuddelt und diese Farbkombi ausgesucht:

April

Ich habe einfach drauf losgestrickt. Die verdickten Stellen in den andersfarbigen Reihen habe ich mir bei „Ropedance“ ausgeliehen. Gern würde ich dieses Tuch mit einem feineren Garn erneut stricken, denn dieses ist doch ziemlich dick (Sportweight). Ein wunderbares einfädiges Merinogarn habe ich ungefärbt herumliegen, aber ich fürchte, ich bin im Färben nicht erfahren genug, um ähnliche Farben hinzubekommen. Jetzt hoffe ich auf Nachschub von Tosh Merino Light, vorzugsweise bei Jules Wollshop.

Kostensparendes Stricken

Viel geschrieben habe ich nicht, aber den Blog neu eingekleidet und natürlich gestrickt. Mein Hang zu schönen und strapazierfähigen Garnen ist einigermaßen kostspielig: In einigen Monaten gebe ich schon bis zu 250 Euronen für Wolle aus. Das Konto hat dann einen dementsprechenden Saldo.^^

Nach dem Stricken vieler Tücher und in Anbetracht des nahenden Frühlings war klar, dass ich jetzt unbedingt Pullover brauche. Die ersten zwei waren flott genadelt; soll heißen, innerhalb von 10 Tagen hatte ich ca. 130 € verstrickt. Öhm. Dann kam die Gemeinheit: Nach Monaten des Wartens gab es bei Frau Wollmeise endlich wieder „Pure“ in der Farbe Ruby Thursday. Und das wiederum ist mein absolutes Lieblingsrot. Also flott drei Stränge bestellt. Als sie ankamen, habe ich sie einen Tag lang bewundert, dann gewickelt und mit dem Stricken begonnen.

Versuch 1 war gut zur Hälfte fertig, da war ich mit der Farbverteilung nicht zufrieden. Okay, aufgetrennt und neuer Versuch. Versuch 2 sah farbtechnisch gut aus. Aber als ich etwa die Hälfte gestrickt hatte, war mir das Design zu altbacken. Ende vom Lied: Aufgetrennt. Bevor ich Versuch 3 startete, nahm ich das Garn in Augenschein. Es war mittlerweile ziemlich gekräuselt und das erneute Verstricken keine Freude. Also gemault und einen anderen Pullover angefangen. Als der zu 70 Prozent fertig war, gefiel mir die Farbkombi nicht mehr. Was tat ich?

Richtig, ich habe getrennt. Mit der neuen Farbkombi lief es dann endlich. Nun muss der Nothing but Stripes nur noch baden (dann gibbet auch ein Foto). Zwischenzeitlich lachte mich Ruby Thursday wieder an. Also das Garn zurück zum Strang gehaspelt und ausgiebig gebadet. Nach dem Trocknen war es fast wie neu. Seit dem Wochenende nadele ich an Version 3 und dieses Mal sieht es gut aus. Ich werde nicht trennen.

Wie dem auch sei: Ich bin jetzt seit ca. 4 Wochen am stricken und das mit einem Budget von ca. 80 €. Ich werde doch noch zur sparsamen, strickenden Hausfrau. (Wer mich kennt, darf jetzt laut lachen.)

Edit: Und hier die Fotos des lange währenden Pullover-Projektes

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Der Nadelvirus

Vor einigen Tagen hatte ich meiner Mutter meine Sockenwollbestände zugeschickt und ihr ein Spiel Hiya Hiya-Nadeln dazu gelegt. Sie bedankte sich auch artig für Wolle und Nadeln. Auf meine neugierige Frage hin, wie sie denn die Nadeln finde, wurde sie etwas wortkarg und redete vom Garn. Na gut, ich kenne meine Ma.

Zwei Tage später klingelt das Telefon. Eine aufgeregte Mutter. Ihr war beim Stricken eingefallen, dass sie zwecks gleichmäßiger  Farbverteilung besser zwei Socken parallel strickt. Dafür wurden die zuvor verschmähten Nadeln aus dem Schrank geholt. „Du, die habe ich gar nicht wieder aus der Hand gelegt! Die sind so toll. Wo kann ich die kaufen?“

Nun, ich wüsste nicht, wo man die kaufen kann jenseits von Online-Shops. Ich nahm also den Auftrag entgegen, in den nächsten Tagen Hiya Hiya-Nadelspiele in diversen Größen zu bestellen.  So ganz schnell bin ich dem Auftrag nicht nachgekommen. Das war auch gut so.

Vorhin klingelte das Telefon und dran war – genau – eine aufgeregte Frau Mama.

„Du musst noch mehr Nadeln bestellen, wir brauchen noch sechs Spiele in Stärke 3,5 mm.“  Wir sind die Damen der örtlichen Strickrunde. Frau Mama hatte ihre neuen Nadelfavoriten dabei und muss in der ihr eigenen Art Werbung gemacht haben. Jedenfalls haben die anderen Damen jeweils einige Runden mit den Nadeln gedreht und sich dabei „am lebenden Objekt“ davon überzeugt, dass blanke Metallnadeln nicht aus dem Strumpf rutschen, man mit ihnen aber wunderbar stricken kann.

Der Online-Shop ist nun geplündert. ^^ Ich hoffe auf baldigen Nachschub, damit das gewünschte siebte Nadelspiel nachgereicht werden kann.

Viele neue Werke

Schreibfaul, wie ich bin, habe ich sehr viele meiner fertigen Projekt hier nicht gezeigt. Dies möchte ich nun teilweise nachholen.

Da sind einige Tücher, zum Teil selbst entworfen oder aus selbst gefärbtem Garn gestrickt. Und entgegen meines Rotfimmels kommen diese Tücher recht grau daher.

Zartes Mohairgarn mit Perlen: Silk Cloud

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 Selbst bemaltes Garn: Seide mit Babycamel

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Eigener Entwurf aus selbst gefärbtem Seide/Merino-Lace

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Und ein quietschrosa Kinderjäckchen, das sich eine Kollegin gewünscht hat (nicht für sich selbst natürlich ^^)

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Short Circuit – Anleitung für ein asymmetrisches Dreieckstuch

Short Circuit ist ein asymmetrisches und ausschließlich aus rechten Maschen gestricktes Dreieichtuch, das mit wenigen Maschen beginnt. So kann die Größe den persönlichen Vorlieben angepasst werden – du strickst einfach, so lange du Spaß, Wolle oder deine Lieblingsgröße erreicht hast.

Die Anleitung ist gut geeignet für alle, die das Besondere mögen, Reste verarbeiten möchten und gern kraus rechts stricken.

 

Du brauchst
etwa einen halben bis einen Strang Wollmeise Pure oder vergleichbares Garn (80 bis 160 g Fingering Weight)
Reste in unterschiedlichen Farben, jeweils 3 bis 10 g, insgesamt etwa 50 g
Rundnadeln Nr. 3,25 mm
Nadelspiel Nr. 3,25 mm

Fertigkeiten
Rechte Maschen
Zwei Maschen rechts zusammenstricken
Kfb – 1 Masche rechts, 1 Masche rechts verschränkt aus einer Masche herausstricken
Cable Cast On
Abketten
Verkürzte Reihen – Wickeln und Wenden

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Das Stricken der „Kurzschlüsse“ (Short Circuit) ist an Hand eines Photo-Tutorials erklärt. Meine tollen Ravelry-Teststrickerinnen toseflo, kabluete, osla und FrecheMasche hatten keine Probleme, die bunten Schlaufen nachzuarbeiten.

Quellen: Die Form des Tuches basiert auf eigenen Experimenten nach dem Stricken von Colourwaves und Cameo; die Streifen sind von den vielen kraus rechts gestrickten Tüchern wie Colour Affection und Leftie inspiriert.

Link zur Anleitung: Short Circuit

Short Circuit – Kurzschluss im Testlauf

Ich wollte ein kleines Tuch, in dem ich meine vielen Wollmeisen-Reste verwenden kann. Fransen sahen gut aus, wirkten mir aber nicht “pfiffig” genug. Dann kam ich auf die Idee, die Fransen zu Schlaufen “kurzzuschließen”. Damit war dann auch der Name Short Circuit geboren.

Dieser Prototyp ist mit 15 Kurzschlüssen gestrickt und wiegt 80 g.

Short Circuit Collage

Das Tuch wird zur Zeit von lieben Ravelry-Nutzerinnen getestet und ich hoffe, dass ich keinen Anleitungs-Kauderwelsch fabriziert habe. Wenn die Anleitung so in Ordnung ist, wird sie in den nächsten Tagen überarbeitet und voraussichtlich vor Ende November veröffentlicht.

Rosige Zeiten – Anleitung

Da ich nun mehrfach gefragt wurde, ob ich die Anleitung für dieses Tuch nicht doch veröffentlichen möchte, gebe ich den Wünschen der Tuchliebhaberinnen nach und stelle eine ultrakurze Anleitung über den Link unter dem Foto zur Verfügung.

Es geht um dieses gute Stück:

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Geeignet ist feines Lacegarn mit einer Lauflänge zwischen 800 und 1000 m/100 g, das gern ein wenig „rau“ sein darf, weil diese Rauigkeit das Stricken der Noppen sehr erleichtert. Ich habe Emma Lou von Landolace verwendet; es ist griffig, zart, aber nicht kratzig und hält gut die Form nach dem Spannen.

Link zum Ravelry-Projekt: Dicht vorbei ist auch daneben.

Kostenloser Download der Anleitung: Rosige Zeiten und englisch: rosige_zeiten_en

Viel Spaß beim Nacharbeiten!

Auf ein Neues

Nicht jedes Update ist eine Verbesserung: Das letzte hat mir den Blog dermaßen zerschossen, dass mir nur eine Neuinstallation übrig blieb. Es hat ein paar Wochen gedauert, mich dazu aufzuraffen. Nun ja. ^^

Ich hoffe, in der kommenden Woche einiges aufarbeiten und viele meiner in der Zwischenzeit entstandenen Pullover, Tücher und Kindersachen zeigen zu können. Frau hat im Urlaub ja sonst nix zu tun. Fleißig war ich jedenfalls: Bis auf zwei Stränge habe ich alles verstrickt, was ich auf der Handmade in Bielefeld bei Jules Wollshop erbeuten konnte. Viel Freude hatte ich auch an quietschfarbenen Kleidchen und Jäckchen aus Wollmeise-Garnen für meine selbsternannten „Strick-Enkelinnen“.

Kleine Kostprobe gefällig?

 

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